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Sonntagmorgen. Mit den Stunden verklangen Musik und Gelächter und die…

Sonntagmorgen. Mit den Stunden verklangen Musik und Gelächter und die Zeit zog weiter, die Höfe kleideten sich in warme Stille und selbst Marder und Katzen respektierten diese Entscheidung. Unterwegs in der Außenwelt. Bäckerei neben anderer Kreuzung, eine wache Taube ein müder Hund und einige zerbrochene Flaschen unter dem Mülleimer. Andere Orte andere Geister. Habt es mild heute.

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Immer wieder: Durchdringen von Schicht um Schicht aus Träumen, stets u…

Immer wieder: Durchdringen von Schicht um Schicht aus Träumen, stets unsicher, wann man dann den Schritt in die Gegenwart genommen hat. Entlang dieses Pfades wird die Stadt, wird das Gestern langsam wieder hörbarer, und die Wahrnehmung findet ihre Bezugspunkte in dem Klingeln einer Straßenbahn und dem erschrockenen Bellen eines Hundes. Noch ohne Kaffee, verschlafen und ungekämmt ganz früh im Augenblick. Habt es mild heute.

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Nur wieder ein Wimpernschlag ein Atemzug einige unruhige Seufzer weiter: Mo…

Nur wieder ein Wimpernschlag ein Atemzug einige unruhige Seufzer weiter: Morgenlicht. Gefühlt verschlafen, ungeordnet und wirr, das Wasser des Badezimmers kühlt nicht, der Abend ließ genügend reibende Enden zurück, Kissendurcheinander eingeschlossen. Also gewohnte Wege. Bäcker. Küche. Kaffee. Manchmal fällt das Aufwachen in Güte mit sich selbst zumindest etwas leichter. Habt es mild heute. 

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Die frühen Stunden und ihre Herausforderungen: Gespenster vertreiben.…

Die frühen Stunden und ihre Herausforderungen: Gespenster vertreiben. Irrlichter müde werden lassen. Weichende Nacht atmen, die Nähe des Tages spüren. Aufwachen, merklich nach den Glocken und trotzdem zu früh. Und das Einfinden an der Haustür, auf dem ersten Weg noch vor Kaffee, vorüber an zurückgelassenen Speisen und neugierigen Krähen und Zigarettenstummeln und Leergut. Noch nicht vollständig hier, in diesem Zustand brauchen Dinge ihre Zeit. Habt es mild heute. 

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Sonntag, ohne Sonne. Dunkelheit flieht, lässt Reste von Schlaf und den…

Sonntag, ohne Sonne. Dunkelheit flieht, lässt Reste von Schlaf und den Hauch alter Gespenster zurück. Erste Routinen: Licht in die Fenster gestellt. Antlitz gewaschen und dem eigenen Blick entkommen. Den Vögeln zugehört, hin und wieder leise Kommentare gemurmelt. Schuhe gefunden, die für den Morgen ausreichend scheinen. Und in schnellem Schritt eine lokal begrenzte Wirklichkeit durchmessen, in der mehr Frost wohnt, als die Zahlen nahelegen. Sehr begrenzter Kontext weit vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute. 

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(Nachtschlaf birgt Unruhe. Konstellationen im offenen Fenster. Laub raschel…

(Nachtschlaf birgt Unruhe. Konstellationen im offenen Fenster. Laub raschelt über das Dach und man spürt eine unterbewusste Verbindung zu all den Dingen. Katze auf dem Schrank,  regloses Beobachten in alle Richtungen. Keine Unklarheit darüber, wann man selbst im Mittelpunkt dieser Aufmerksamkeit steht. Unten werden Stühle bewegt, Teller klappern. Radiogespräche, merkwürdige Musik und der Sonntag braucht Kaffee, wie jeder Morgen, nach einem knappen Exkurs ins Freie. Habt es mild heute.)

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(Die Sauerteige haben sich erholt während der Nacht. Krähen und E…

(Die Sauerteige haben sich erholt während der Nacht. Krähen und Elstern jagen einander über die Kreuzung, aus dem Haus an der Ecke klingt vielstimmiges Husten. Lichtmasten voller Fußballdekoration, leere Bierflaschen ordentlich sortiert auf dem Fensterbrett des Erdgeschosses. Ein Morgen, fast warm, mit Spuren von Sonne.)

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Manchmal sind die Gedanken im Leerlauf und dann drängen alte Bilder wi…

Manchmal sind die Gedanken im Leerlauf und dann drängen alte Bilder wieder nach vorn. Engagement. Enthusiasmus. Alte Weggefährten. Stunden von Arbeit an trockenen Aufgaben. Der Sache halber. Und dann Gabelungen der Pfade. Flüchtige Kontakte immer zwischendurch. Abstand, der größer wird. Die Wahl der angemessenen Universitäten, Selbstdarstellung, schlagende Verbindungen, Klüngel. Karriere. Junge Männer in teurer Kleidung, lässige Selbstdarstellung und Witzeleien über Vergangenes. Gelöschte Telefonnummern und Adressen. Weil es ehedem immer um die gemeinsamen Themen ging, aber immer Andere die Themen festgelegt, wie Sprossen an ihre Leiter genagelt haben. Und dann pflückt man Brombeeren an einem Sonntagmorgen, das Gartengrün hält die Welt auf Distanz, und man ist ruhig in der Situation, und in einer Welle von Empfindungen trotzdem immer noch verstört und enttäuscht. Weil klar ist, wer in dieser Konstellation welche Hebel in den Händen hält. Weil klar ist, wem die größere Welt gehört. 

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Hinter der nächsten Dämmerung: Einmal mehr den Sonntag begrü…

Hinter der nächsten Dämmerung: Einmal mehr den Sonntag begrüßen, jetzt ernsthafter. Warten auf die Kirchglocken, während die Höfe zum frühen Leben erwachen. Teller, Tasse, Messer, nebenan hustet die Kaffeemaschine und anscheinend sind auch diese Nachbarn zurück aus dem Sommer. Das Dorf ist fern gerade, und vieles Gestern auch. Man lässt den Rückblick fallen, weil er sich unwirklich und verstörend anfühlt, und hofft auf die Linderung des neuen Tages. Habt es mild heute. 

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