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City grey but a bit brighter today. Concrete hidden under wet snow. A flock…

City grey but a bit brighter today. Concrete hidden under wet snow. A flock of doves on the terrace railings. Construction sites waking, ballet of cranes illuminated in blue and red strings of light. Colleagues arriving. Chocolate and tulips, close to 8am and a second coffee for the conversation.

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Entlang der Route: Zerbrochene Flaschen neben dem Müllcontainer. Eine…

Entlang der Route: Zerbrochene Flaschen neben dem Müllcontainer. Eine Pizza in einem durchweichten, erstarrten Karton. Jugendliche unter wuchtigen Kopfhörern rauchen zwischen den Wartehäuschen der Haltestelle, eine ältere Frau wischt auf ihrem Bildschirm durch die grellbunten Aufreger des Morgens. Dienstausweis, kritischer Blick auf die Fahrkarte, knapper Austausch von Worten hart am Rande der Höflichkeit. Überfrorene Wasserfläche spiegelt den Aufzug zu den Bürofluren. Krankmeldungen, Terminverschiebungen, Themenfindung in der Büroküche. Alles im weichen Sonnenaufgang.

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Morgenroutine, auch: Blicke in Richtung später Nacht, um ein Gefü…

Morgenroutine, auch: Blicke in Richtung später Nacht, um ein Gefühl zu bekommen für das Wetter, das über den Dächern hängt. Und am Ende pure Kenntnisnahme auf dem Weg durch die Flure hin gen Bad, zum Spiegel, hier um ein Gefühl zu bekommen für das Selbst, das noch nicht wirklich gegenwärtig ist. Überlegungen und Anläufe zur Optimierung, kurz, aber intensiv - oder intensiv, aber kurz. Reihenfolgen sind nicht unwichtig. Kaffee, Wasser, Knäckebrot und elektronische Post. Geschichten von Vorplanung und Nacharbeiten und Aufgeschobenem und Überfälligem und es ist Mittwoch und das Viertel gähnt. Habt es mild heute.

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Erste Vorsonne offenbart Reif auf den Dächern. Blassblauer Himmel, kal…

Erste Vorsonne offenbart Reif auf den Dächern. Blassblauer Himmel, kalte Luft. Gegenüber werden Balkontüren aufgerissen und Bettdecken gelüftet. Blättern in Notizen, digital und tatsächlich. Und immer wieder alte Themen finden. Suche nach Schnittmengen und Grenzen. Sinnieren über Geschwindigkeit, Takt, Motivation und Gründe, während der Hochstapler mit einem unscharf umrissenen schlechten Gewissen ringt.

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Einige Straßen weiter: Anhalten, um die Jacke zu öffnen. Feuchte…

Einige Straßen weiter: Anhalten, um die Jacke zu öffnen. Feuchte, warme Luft, eine Straßenbahn dröhnt vorüber und klingelt sich durch die Kreuzung auf ihrem frühen Weg. Pendler entlang des Bahndamms, zwischen Parkbuchten und Tiefgaragen und einmal mehr Dankbarkeit für die eigene kurze Strecke von Fixpunkt zu Fixpunkt. Weihrauchduft im Fahrstuhl, überraschend und kurzzeitig überwältigend. Und dann Büroflure. Zweiter Kaffee, Gespräche über Alles und Nichts und so weit am Anbeginn des Tages mehr Nichts als Alles. Konzentration, als erste und fortgeschrittene Aufgabe, inmitten vorsichtiger Dämmerung.

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Lichter jenseits der Straße, hier im Abend, hier im Morgen, und viell…

Lichter jenseits der Straße, hier im Abend, hier im Morgen, und vielleicht gab es dazwischen gar keinen Schlaf da draußen. Auf den Zehenspitzen stehend, gen Zimmerdecke gestreckt, Sehnen und Muskeln spüren, das Verknitterte regloser Stunden loszuwerden. Mit beherrschbarem Erfolg. (Wasser im Kessel. Ein chaotischer Tanz von Blasen aufwärts. Blauer Schimmer. Radiostimme, begleitender Gesang des Kühlschranks, im Hof nebenan startet der Motor der Vespa. Neuer Tag, gleicher Weg, eigener Rhythmus und dankbar für seine Vertrautheit. Habt es mild heute.)

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Wieder eine andere Erfahrung des Pendelns. Kopfhörerwelt, dahinter der…

Wieder eine andere Erfahrung des Pendelns. Kopfhörerwelt, dahinter der mechanische Lärm der Straßenbahn. Unterkühlte Gesichter, die Schwierigkeiten, den Schlaf loszulassen, sind geteilter Zustand auf jener Strecke. Hinreichend viel Abstand, Weihnachtsmarktsilhouetten und Ampeln und wartende Fahrzeuge und die hell erleuchteten unteren Etagen von Frühstückshotels ziehen als Schemen an den Fenstern vorbei. Und dann Tür, eisglatte Wege, Fahrstuhl. Der Plan gähnt.

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