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Monologe und Dimensionen. Auch: Der Versuch, sich die Welt zu erklären…

21 August 2025 at 04:54

Monologe und Dimensionen. Auch: Der Versuch, sich die Welt zu erklären, bis man nach weniger als einer halben Stunde aus dem Traum im Traum im Traum erwacht und auf dem Rand der Badewanne sitzt, gähnend und erschöpft wie nach einem Marathon, den wohl auch bestenfalls das Selbst in anderen Realitäten bewältigen könnte. Zu warm, zu düster, zu viel und zu unschlüssig; der Tag ordnet sein Gewand und rückt die Brille zurecht. Wieder ein Schritt. Ganz langsam. Und wie immer nicht vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute. 

Heute zu viel Eile zwischen den Vierteln. Bäume, Vorgärten, Fassa…

20 August 2025 at 07:36

Heute zu viel Eile zwischen den Vierteln. Bäume, Vorgärten, Fassaden, Schotterbrache verschwommen links und rechts, Fahrtwind im Gesicht, und Fliegen in den Haaren. In einigen Bereichen hat die Stadtwildnis selbst auf den Wegen Kontrolle übernommen, und das chaotische, dichte Grün und sein Schattenspiel bietet einen freundlichen Kontrast zum staubigen Asphalt und Beton. Tiefgarage, Hausmeistergespräche, Wartungsintervalle. Aber zumindest der Fahrstuhl ist derzeit nicht betroffen. Die Jalousien bleiben geschlossen, Augen halbwegs geöffnet. Noch nicht vollständig anwesend.

Wochenerwachen. Erfassen der Anordnung diverser Gegenstände im Zimmer…

18 August 2025 at 04:58

Wochenerwachen. Erfassen der Anordnung diverser Gegenstände im Zimmer mit den beschränkten kognitiven Fähigkeiten ersten Tageslichtes, und der gewagte Versuch, daraus den Verlauf der Nacht außerhalb ihrer Traumbilder zu skizzieren. Auf einem Balkon lachen Stimmen, kurz, aber durchdringend. Jemand schließt Fenster. Fern tönt ein schwerer Güterzug, oder was auch immer die Ohren dafür halten im Teppich der ersten Geräusche neuen Morgens. Kaffee, Postfächer, Kalender. Routine kommt vor dem Schwung. Die Sonne lässt sich immer noch Zeit. Habt es mild heute. 

Die Nacht blieb laut und dicht und lange traumlos, bis die Katze den Geiste…

17 August 2025 at 07:03

Die Nacht blieb laut und dicht und lange traumlos, bis die Katze den Geistern ihre Ruhe ließ, die Schatten fester, die Gedanken brüchiger wurden. Aufwachen mit dem Schlag einer Tür, noch nicht bereit für Tag und Licht, während die Glocken verhallen und irgendwo schon ein Radio vor sich hin erzählt. Da sind keine Harmonien im Klang. Und immer noch ist die Welt hinter den Fenstern rätselhaft und fern. Finden der eigenen Abgrenzung zu Allem, als Aufgabe für die Momente vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute. 

Trainingsbedarf in der Kunst des Vergessens, hier: Dafür Sorge tragen,…

15 August 2025 at 04:55

Trainingsbedarf in der Kunst des Vergessens, hier: Dafür Sorge tragen, dass Dinge, die es doch wieder in das Licht der Aufmerksamkeit schaffen wollen, damit warten, bis es dazu auch Tageslicht zu begrüßen gibt. So bleibt der fragile Schlaf, der unstete Traum, die plötzliche Erinnerung an verschobene Themen - und Augenblicke später liegt ein Stapel von Plänen bereit, die den drängenden Fragen nahekommen und doch alle nicht funktionieren, zumindest nicht über den Effekt gestörter Ruhe hinaus. (Schrittweises Eintauchen in die frühen Rituale. Durchatmen. Der Dämmerung entgegenblicken. Und langsam wieder zu sich kommen. Habt es mild heute.)

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